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Pharmazeutische Industrie und Hospitalabwässer


Die Entsorgung von Produktionsabwässern aus der Herstellung von endokrinen Substanzen (Antibiotika, Zytostatika) der Pharmazeutischen Industrie sowie Krankenhausabwässer (hospital waste water, hospital sewage) steht seit geraumer Zeit im Fokus der fachlichen und öffentlichen Diskussion.

 

Krankenhausabwässer

Krankenhausabwässer enthalten u. a. AOX (Adsorbierbare organische Halogenverbindungen) aus z.B. Röntgenkontrastmitteln und chlorhaltigen Desinfektionsmitteln, erbgutschädigende und umweltbelastende Medikamenten-rückstände sowie Krankheitserreger. Neben den landwirtschaftlichen und häuslichen Einträgen werden über Krankenhausabwässer u. a. hochwirksame Pharmazeutika wie z.B. Zytostatika und Antibiotika in das Abwassersystem eingetragen. Diese Abwässer gelangen in die öffentliche Kanalisation und in Folge in die kommunalen Kläranlagen. Die dort eingesetzten Reinigungsstufen können trotz der hohen Verdünnung (Spurenstoffe) einige dieser biologisch nicht abbaubaren Substanzen nicht aus dem Abwasser entfernen, wodurch sie in die natürlichen Gewässer gelangen.

 

Hier sind sie in Konzentrationen nachweisbar, die mit anderen Spurenstoffen wie z.B. Pflanzenschutzmitteln vergleichbar sind. Über den Umweg der Trinkwasserförderung können solche anthropogene Spurenstoffe neben Flora und Fauna wieder den Menschen erreichen und schädigen. Die in Deutschland weit verbreiteten naturnahen Trinkwasseraufbereitungsverfahren sind nicht in der Lage, diese Stoffe zu entfernen.